Öffentliche Stellen haben eine besondere Anforderung an Karten: Sie müssen amtlich anschlussfähig sein. Eine Darstellung, die von den offiziellen Gebietsgrenzen abweicht oder deren Gebietsstand unklar ist, taugt weder für eine Vorlage noch für einen Beschluss.
Deshalb ist hier die Verwaltungskarte die naheliegende Grundlage – und der amtliche Gemeindeschlüssel das entscheidende Attribut.
Typische Aufgaben
Zuständigkeiten darstellen. Welche Gemeinde gehört zu welchem Amtsbezirk, welcher Bereich zu welchem Sachgebiet, welcher Ort zu welchem Standesamt oder Schulbezirk. Solche Zuordnungen sind in Textform mühsam und auf einer Karte in Sekunden erfasst.
Planungen kommunizieren. Ob Nahverkehrskonzept, Schulentwicklungsplanung, Feuerwehrbedarfsplan oder Breitbandausbau – die räumliche Wirkung einer Planung lässt sich nur kartografisch vermitteln. Für Sitzungen von Rat, Kreistag oder Verbandsversammlung ist eine große Karte oft das einzige Medium, das alle Beteiligten unmittelbar verstehen. Siehe auch Messe und Präsentation.
Amtliche Statistik auswerten. Einwohnerentwicklung, Altersstruktur, Bautätigkeit, Arbeitsmarktzahlen – alle amtlichen Daten hängen an Gemeinde- und Kreisschlüsseln. Für die kartografische Auswertung brauchen Sie Geometrien mit exakt diesen Schlüsseln, siehe Shapefiles und GIS-Formate.
Einsatz- und Bereitschaftsplanung. Bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz geht es um Ausrückebereiche, Erreichbarkeit und Zuständigkeitsgrenzen. Hier ist die Kombination aus Straßenkarte und Gebietsraster die passende Grundlage – und die gedruckte Karte im Einsatzraum unverzichtbar, weil sie ohne Strom funktioniert.
Digital: Anschluss an vorhandene Systeme
Viele Verwaltungen betreiben bereits ein Geoinformationssystem. Unsere digitalen Kartengrundlagen fügen sich dort ein: als Shapefile oder GeoPackage, im gewünschten Bezugssystem – für Deutschland üblicherweise ETRS89 / UTM – und mit dokumentiertem Gebietsstand.
Ergänzend liefern wir Gliederungen, die im amtlichen Bestand oft fehlen: Postleitzahlengebiete. Sie sind kein amtliches Gebietssystem, tauchen aber in Bürgeranfragen, Adressbeständen und Wirtschaftsdaten ständig auf. Wo beide Systeme zusammengebracht werden müssen, hilft die PLZ- und Verwaltungskarte.
Gedruckt: für Sitzungen, Flure und Einsatzräume
Für Kreis- und Gemeindekarten fertigen wir individuelle Zuschnitte – das Verbandsgebiet vollständig, in einem Format, das an die vorgesehene Wand passt. Auf Wunsch mit dem Wappen oder Logo der Körperschaft, siehe Werbelandkarten.
Für Karten, an denen gearbeitet wird – Einsatzplanung, Bauleitplanung, Bereitschaftsdienste –, empfehlen sich beschreibbare oder magnethaftende Ausführungen.
Gebietsstand gehört in jede Vorlage
Wenn eine Karte Teil einer Beschlussvorlage wird, gehört der Gebietsstand in die Legende – ebenso wie die Quelle der dargestellten Daten. Bei späteren Rückfragen oder rechtlichen Auseinandersetzungen ist das der Unterschied zwischen einer belastbaren und einer angreifbaren Unterlage. Alle unsere Kartengrundlagen werden mit ausgewiesenem Gebietsstand geliefert.
Vergabe und Beschaffung
Für Ausschreibungen und Beschaffungsvorgänge stellen wir die notwendigen Angaben zusammen: Datenumfang, Gebietsebenen, Formate, Bezugssystem, Gebietsstand und Nutzungsumfang. Der letzte Punkt ist in der Verwaltung besonders relevant, weil Auswertungen häufig veröffentlicht werden – etwa in Sitzungsunterlagen oder auf einer kommunalen Website. Wir klären den vorgesehenen Nutzungsumfang deshalb vorab, damit die Lizenzierung dazu passt.