PLZ- und Verwaltungskarte: zwei Systeme, eine Karte

Der Vertrieb arbeitet nach Postleitzahlen, die Marktdaten kommen nach Kreisen. Diese Karte zeigt beide Gebietssysteme übereinander – und macht damit sichtbar, wo sie sich decken und wo nicht.

Ausschnitt einer kombinierten Karte mit grünen Verwaltungsgrenzen und roten Postleitzahlengrenzen samt fünfstelligen Postleitzahlen im Raum Stuttgart–Augsburg
Ausschnitt aus einer kombinierten PLZ- und Verwaltungskarte. Die Verwaltungsgliederung erscheint in Grün, die Postleitzahlengliederung in Rot. So bleibt auf einen Blick erkennbar, welche Grenze zu welchem System gehört – und wo beide auseinanderlaufen.

Diese Kartengrundlage löst ein Problem, das in fast jedem Unternehmen auftritt und selten offen benannt wird: Die eigene Organisation und die verfügbaren Daten folgen unterschiedlichen Gebietssystemen.

Vertriebsgebiete, Zustellbezirke und Kundenstämme sind in aller Regel nach Postleitzahlen geschnitten. Kaufkraft, Einwohnerzahlen, Wirtschaftsdaten und amtliche Statistik liegen dagegen nach Kreisen und Gemeinden vor. Beide Systeme sind unabhängig voneinander entstanden – und sie decken sich nicht.

Was die Karte zeigt

Beide Gebietssysteme werden vollständig dargestellt, aber konsequent auseinandergehalten:

  • Verwaltungsgrenzen in einer eigenen Farbfamilie, hierarchisch abgestuft von der Landes- bis zur Kreisgrenze
  • Postleitzahlengrenzen in einer deutlich anderen Farbe, mit den fünfstelligen Postleitzahlen in der Fläche
  • Ortsnamen als gemeinsame Orientierungsebene für beide Systeme
  • ein reduziertes Straßen- und Gewässernetz

Die Farbtrennung ist hier keine Geschmacksfrage, sondern die eigentliche Funktion der Karte. Erst dadurch wird sichtbar, was ohne diese Darstellung Vermutung bleibt: Postleitzahlengebiete verlaufen regelmäßig über Kreisgrenzen hinweg – und Kreisgrenzen zerschneiden Postleitzahlengebiete.

Warum das praktisch relevant ist

Wer Kaufkraftdaten auf Kreisebene einem Vertriebsgebiet auf PLZ-Ebene zuordnen will, muss zwangsläufig umrechnen. Diese Umrechnung ist keine exakte Zuordnung, sondern eine flächen- oder einwohnergewichtete Verteilung. Wie gut sie funktioniert, hängt davon ab, wie stark sich die Gebiete überlappen – und genau das zeigt diese Karte.

Konkret hilft sie bei Fragen wie:

  • Liegt mein Vertriebsgebiet in einem oder in mehreren Landkreisen?
  • Welche Postleitzahlen muss ich zusammenfassen, um einen Kreis vollständig abzudecken?
  • Wo führt eine Gebietsaufteilung nach Postleitzahlen dazu, dass zwei Zuständigkeiten für dieselbe Gemeinde entstehen?

Typische Verwendung

  • Gebietsplanung im Vertrieb, wenn Marktdaten aus amtlichen Quellen einfließen – siehe Vertriebsgebiete
  • Expansions- und Standortentscheidungen, bei denen Marktdaten nach Kreisen mit eigenen Zahlen nach Postleitzahlen zusammengebracht werden
  • Verbände und Organisationen, deren Mitgliederstruktur nach Postleitzahlen, deren Berichtswesen aber nach Kreisen aufgebaut ist

Digital als zwei Ebenen

In digitaler Form liefern wir dieselbe Kombination als zwei getrennte Geometrieebenen – Postleitzahlengebiete und Verwaltungsgrenzen jeweils als eigener Datensatz. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber dem Druck: In RegioGraph, easymap oder einem GIS lassen sich beide Ebenen unabhängig ein- und ausblenden, einfärben und miteinander verschneiden.

Wenn Sie die Karte dagegen als Arbeitsgrundlage zum Einzeichnen eigener Gebiete suchen, sehen Sie sich die Organisationskarte an.

Welche Landkarte brauchen Sie?

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben – Gebiet, Karteninhalt und Verwendung. Wir sagen Ihnen, welche Kartengrundlage passt und ob eine gedruckte Karte, eine digitale Karte oder beides die richtige Lösung ist.

  • Beratung zur passenden Kartengrundlage – gedruckt wie digital
  • Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags
  • Individuelle Kartenausschnitte nach Ihren Vorgaben