Diese Grundlage entsteht aus einer sehr praktischen Anforderung. Wer ein Liefergebiet, einen Zustellbezirk oder ein Servicegebiet festlegt, denkt in zwei Systemen gleichzeitig: Postleitzahlen bestimmen die Zuordnung im System, Straßen bestimmen, wie lange die Fahrt dauert. Eine Karte, die nur eines davon zeigt, zwingt zum ständigen Wechseln.
Wie die Kombination aufgebaut ist
Die Basis ist die vollständige Straßenkarte mit ihrer gewohnten Hierarchie aus Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen samt Ortsdurchfahrten, Gewässern und Relief. Darüber legen wir in der Produktion das Postleitzahlenraster als eigenständige Ebene:
- die Grenzlinien der Postleitzahlengebiete in einer klar unterscheidbaren Signatur
- die Postleitzahlen selbst, platziert an gut lesbaren Stellen innerhalb der Fläche
- auf Wunsch die zweistellige Leitregion als zusätzliche Orientierungsebene
Der entscheidende Unterschied zur Postleitzahlenkarte: Dort trennt eine Flächenfarbe die Gebiete, und das Straßennetz tritt zurück. Hier bleibt das Straßennetz vollständig sichtbar, und die Gebietsgliederung wird als Linienraster ergänzt. Beide Informationen stehen nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu verdecken.
Die kartografische Herausforderung
Genau hier liegt die Arbeit. Zwei vollständige Informationsebenen auf einer Karte laufen leicht ineinander. Damit das nicht passiert, stimmen wir mehrere Dinge aufeinander ab: Die Rasterlinien erhalten eine Farbe, die im Straßennetz nicht vorkommt. Ihre Strichstärke bleibt unter der der Landstraßen, damit sie nicht als Weg missverstanden werden. Und die Postleitzahlen werden dort platziert, wo keine Ortsnamen stehen.
Bei dichter Bebauung – etwa im Ruhrgebiet oder im Rhein-Main-Raum – stößt jede Kombination irgendwann an Grenzen. Dann entscheidet der Maßstab: Ein größerer Maßstab schafft Platz, kostet aber Fläche. Welcher Kompromiss der richtige ist, klären wir vor der Produktion anhand Ihres konkreten Gebiets.
Typische Verwendung
- Lieferservices und Zustelldienste, die Bezirke nach Postleitzahlen schneiden, aber nach Fahrtzeit optimieren
- Handwerks- und Servicebetriebe mit einem Einzugsgebiet, das entlang von Ausfallstraßen wächst
- Speditionen und Kurierdienste in der Logistik
- Außendienstorganisationen, die Touren planen und dabei Gebietsgrenzen einhalten müssen
Wenn Sie eigene Gebiete einzeichnen möchten
Soll die Karte nicht nur zeigen, sondern auch als Arbeitsfläche dienen – zum Einzeichnen eigener Bezirke, zum Markieren mit Nadeln oder zum Beschriften –, ist die Organisationskarte die bessere Wahl. Sie ist bewusst zurückhaltender gestaltet und lässt Raum für Ihre eigene Gliederung.
Für die gedruckte Ausführung stehen mehrere Veredelungen zur Verfügung, darunter beschreibbare Oberflächen für wasserlösliche Stifte.