Aggregation – Das Zusammenfassen kleinerer Gebiete zu größeren, etwa fünfstelliger Postleitzahlengebiete zu Leitregionen. Möglich, solange die Gliederung hierarchisch ist. Siehe Postleitzahlensystem.
Amtlicher Gemeindeschlüssel (AGS) – Achtstelliger Schlüssel, der jede deutsche Gemeinde eindeutig bezeichnet. Enthält Bundesland, Regierungsbezirk, Kreis und Gemeinde. Grundlage für die Verknüpfung amtlicher Statistik. Siehe Gebietsstand.
Attributtabelle – Die Datentabelle hinter den Geometrien einer digitalen Karte. Jede Zeile gehört zu einer Fläche und enthält Schlüssel, Namen und weitere Merkmale. Ohne sie lässt sich eine Karte darstellen, aber nicht auswerten.
Choroplethenkarte – Karte, in der Gebietsflächen entsprechend einer Kennzahl eingefärbt sind. Der verbreitetste Kartentyp im Geomarketing – und derjenige mit den meisten Fallstricken, siehe Kartografische Gestaltung.
CRESTA-Zone – International standardisierte Gebietseinteilung für die Kumulkontrolle von Naturgefahren in der Versicherungswirtschaft. Siehe internationale Landkarten.
Datum (geodätisch) – Festlegung, wie das Erdmodell gegenüber der tatsächlichen Erde ausgerichtet ist. Zwei Systeme mit gleichem Ellipsoid, aber unterschiedlichem Datum liefern verschiedene Koordinaten für denselben Punkt.
Ellipsoid – Mathematische Annäherung an die Erdform, an den Polen abgeplattet. Grundlage aller Koordinatensysteme.
EPSG-Code – Kurzschlüssel für ein Koordinatenreferenzsystem, etwa EPSG:25832 für ETRS89 / UTM Zone 32N. Die eindeutige Angabe, in welchem System ein Datensatz vorliegt.
ETRS89 – Europäisches Bezugssystem, an die eurasische Kontinentalplatte gekoppelt. Grundlage der amtlichen Geodaten in Deutschland.
Flächentreu (äquivalent) – Eigenschaft einer Kartenprojektion, bei der Flächenverhältnisse korrekt bleiben. Voraussetzung für jeden Flächen- oder Dichtevergleich.
Gauß-Krüger – Früheres amtliches Koordinatensystem in Deutschland, inzwischen durch ETRS89/UTM abgelöst. In Altbeständen noch verbreitet.
Generalisierung – Das maßstabsabhängige Vereinfachen und Weglassen von Karteninhalten. Der handwerkliche Kern der Kartographie, siehe Generalisierung.
GeoJSON – Textbasiertes Geodatenformat, Standard für Web-Anwendungen. Siehe Datenformate.
GeoPackage – Modernes Geodatenformat in einer einzigen Datei, technisch der Nachfolger des Shapefiles.
Georeferenzierung – Das Verorten von Daten im Raum, etwa das Zuordnen von Koordinaten zu einer Adresse.
Geokodierung – Die Umwandlung einer Adresse in Koordinaten. Grundlage dafür, Kundenadressen als Punkte auf einer Karte darzustellen.
Isochrone – Linie gleicher Fahrzeit um einen Standort. Zeigt, welches Gebiet in einer bestimmten Zeit erreichbar ist – aussagekräftiger als ein Radius. Siehe Standortplanung.
Kartengrundlage – Der inhaltliche Aufbau einer Karte: was sie zeigt und was nicht. Siehe Kartengrundlagen.
Klassenbildung – Die Einteilung von Werten in Gruppen für die Flächenfärbung. Die Wahl der Klassengrenzen verändert das Kartenbild erheblich.
Layer (Kartenebene) – Eine thematische Ebene der Karte, etwa Gebietsgrenzen, Straßen oder Beschriftung. Lässt sich unabhängig ein- und ausblenden.
Leitregion / Leitzone / Leitbereich – Die Hierarchiestufen des deutschen Postleitzahlensystems: erste Ziffer, erste zwei, erste drei.
Maßstab – Verhältnis zwischen Kartenstrecke und Naturstrecke. Großer Maßstab bedeutet kleine Zahl und viel Detail. Siehe Maßstab.
Mercator-Projektion – Winkeltreue Zylinderprojektion, für Navigation entwickelt. Verzerrt Flächen zu den Polen hin stark – für Flächenvergleiche ungeeignet.
NUTS – Europäische Systematik der Gebietseinheiten für Statistik, in drei Stufen. Ermöglicht länderübergreifend vergleichbare Auswertungen.
Polygon – Geschlossene Fläche in einem Geodatensatz, etwa ein Postleitzahlengebiet oder ein Landkreis.
Projektion – Verfahren zur Abbildung der gekrümmten Erdoberfläche auf eine Ebene. Jede Projektion verzerrt, siehe Kartenprojektionen.
Shapefile – Verbreitetstes Austauschformat für Vektorgeodaten, bestehend aus mehreren zusammengehörigen Dateien. Siehe Shapefiles und GIS-Formate.
Signatur – Grafisches Zeichen für ein Kartenobjekt: Punktsymbol, Liniendarstellung oder Flächenfüllung.
Stützpunkt (Vertex) – Einzelner Koordinatenpunkt, aus dem eine Linie oder Fläche aufgebaut ist. Ihre Anzahl bestimmt Detailgrad und Dateigröße.
Thematische Karte – Karte, die einen bestimmten Sachverhalt darstellt – im Gegensatz zur topografischen Karte, die die Landschaft abbildet.
Topologie – Die Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Flächen. Eine topologisch saubere Karte hat keine Lücken und keine Überlappungen zwischen benachbarten Gebieten.
UTM – Weltweit verwendetes Abbildungssystem in Meterkoordinaten, in 6 Grad breite Zonen unterteilt. Deutschland liegt in den Zonen 32 und 33.
Vektordaten – Geodaten aus Punkten, Linien und Flächen. Verlustfrei skalierbar, im Gegensatz zu Rasterdaten aus Bildpunkten.
WGS 84 – Globales Bezugssystem, Grundlage der Satellitennavigation. Standard für weltweite Datensätze.
Winkeltreu (konform) – Eigenschaft einer Projektion, bei der Winkel und lokale Formen korrekt bleiben. Schließt Flächentreue aus.
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