Kartengrundlagen: Was auf Ihrer Karte zu sehen sein soll

Jede Landkarte beginnt mit einer Entscheidung darüber, was sie zeigt – und was bewusst nicht. Diese sieben Grundlagen bilden die Basis für alle gedruckten und digitalen Karten aus unserer Produktion.

Die häufigste Rückfrage bei einer Kartenbestellung lautet nicht „welches Format?", sondern „was soll denn drauf sein?". Was zunächst banal klingt, entscheidet über den Nutzen der fertigen Karte. Eine Karte, die Postleitzahlen und Verwaltungsgrenzen und alle Straßen und das Relief zeigt, ist im Druck unlesbar und am Bildschirm unübersichtlich. Kartografie besteht deshalb zu einem großen Teil aus dem begründeten Weglassen.

Der Zusammenhang von Inhalt, Maßstab und Format

Drei Größen hängen unmittelbar zusammen. Der Inhalt bestimmt, wie viel Information pro Quadratzentimeter untergebracht werden muss. Der Maßstab legt fest, wie viel Fläche dieser Quadratzentimeter in der Wirklichkeit abdeckt. Und das Format entscheidet, wie viele Quadratzentimeter überhaupt zur Verfügung stehen.

Verändert man eine dieser Größen, ziehen die anderen nach. Wer Deutschland auf einem Bogen von 100 × 140 cm darstellt, kann fünfstellige Postleitzahlen und Gemeindenamen unterbringen – Hausnummern jedoch nicht. Wer dieselbe Fläche auf DIN A1 darstellen will, muss auf die dreistellige Ebene zurückgehen. Dieses Herunterbrechen von Detail ist ein eigenes kartografisches Handwerk und heißt Generalisierung.

Wie Sie die passende Grundlage finden

Es hilft, vom Zweck her zu denken statt vom Kartenbild:

Ihre Aufgabe Passende Grundlage
Gebiete nach Postleitzahlen zuschneiden Postleitzahlenkarte
Wege, Anfahrten und Erreichbarkeit besprechen Straßenkarte
Zustellgebiete entlang von Straßen abgrenzen Straßenkarte mit PLZ-Raster
Zuständigkeiten nach Kreisen und Gemeinden ordnen Verwaltungskarte
Postleitzahl- und Verwaltungsebene vergleichen PLZ- und Verwaltungskarte
Eigene Gebiete einzeichnen und farbig anlegen Organisationskarte
Gelände, Bebauung und Flächennutzung beurteilen Topografische Karte

Jede dieser Grundlagen lässt sich sowohl gedruckt als auch digital liefern. Für individuelle Gebietszuschnitte, die von der Standardaufteilung abweichen, gehen wir über die Landkarten-Manufaktur.

Kurz gefragt: gedruckt oder digital?

Beides schließt sich nicht aus – im Gegenteil, es ist ein häufiger Fall. Die digitale Karte rechnet: Sie verbindet Geometrien mit Ihren Umsätzen, Kunden oder Potenzialen. Die gedruckte Karte kommuniziert: Sie bringt mehrere Personen um denselben Raum zusammen. Viele Kunden verwenden dieselbe Gebietsgliederung in beiden Formen – einmal als Datei im System, einmal als Wandkarte im Besprechungsraum.

Welche Landkarte brauchen Sie?

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben – Gebiet, Karteninhalt und Verwendung. Wir sagen Ihnen, welche Kartengrundlage passt und ob eine gedruckte Karte, eine digitale Karte oder beides die richtige Lösung ist.

  • Beratung zur passenden Kartengrundlage – gedruckt wie digital
  • Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags
  • Individuelle Kartenausschnitte nach Ihren Vorgaben