Zwischen einer Karte, die gut aussieht, und einer Karte, die im Arbeitsalltag funktioniert, liegt die Ausführung. Sie klingt nach Nebensache, entscheidet aber darüber, ob Ihre Karte nach zwei Jahren noch benutzbar ist – und ob sich überhaupt das damit machen lässt, wofür sie gedacht war.
Oberflächen
Mattlaminierung. Der Standard für Wandkarten im Dauereinsatz. Die Folie schützt vor Feuchtigkeit, Fingerabdrücken und mechanischer Beanspruchung. Matt statt glänzend hat einen praktischen Grund: Glänzende Oberflächen spiegeln Deckenleuchten und Fenster, und zwar genau dort, wo mehrere Personen gemeinsam auf die Karte schauen.
Beschreibbare Oberfläche. Eine Laminierung, die sich mit wasserlöslichen Folienstiften beschriften und rückstandsfrei wieder abwischen lässt. Die mit Abstand meistgewählte Veredelung bei Karten, an denen gearbeitet wird: Gebiete werden markiert, Touren eingezeichnet, Zuständigkeiten angelegt – und nach der nächsten Änderung wieder gelöscht.
Magnethaftende Ausführung. Die Karte wird auf einen ferromagnetischen Träger aufgezogen. Damit lassen sich Magnetpunkte, Beschriftungsschilder und Symbole setzen und beliebig verschieben – ideal für Disposition, Einsatzplanung und alles, was sich täglich ändert. In Kombination mit einer beschreibbaren Oberfläche entsteht eine vollwertige Planungstafel.
Pinnbare Ausführung. Aufgezogen auf eine Trägerplatte, in die sich Nadeln und Fähnchen stecken lassen. Die klassische Standortmarkierung – nach wie vor beliebt, weil sie ohne Strom und ohne Anmeldung funktioniert und weil eine gesteckte Nadel eine Verbindlichkeit hat, die ein Bildschirmpunkt nicht erreicht.
Unbehandelt. Wenn Sie die Karte selbst rahmen oder hinter Glas hängen möchten.
Montage und Aufhängung
Metallleisten oben und unten. Die klassische Wandkartenmontage. Die obere Leiste trägt die Aufhängung, die untere sorgt durch ihr Gewicht dafür, dass die Karte plan hängt und sich nicht einrollt. Schlicht, robust und die richtige Wahl für die meisten Fälle.
Rahmen. Wenn die Karte auch repräsentativ wirken soll – im Empfangsbereich, im Besprechungsraum, im Chefzimmer. Hier lohnt sich die Überlegung, ob eine Werbelandkarte mit Ihrem Logo den Auftritt abrundet.
Rollmechanismus. Die Karte lässt sich herunterziehen und wieder aufrollen. Sinnvoll bei begrenzter Wandfläche oder wenn mehrere Karten am selben Platz wechseln – der Standard in Schulungsräumen und im Unterricht.
Trägerplatte. Aufgezogen auf eine feste Platte, mit oder ohne Rahmen. Notwendig bei pinnbaren und magnethaftenden Ausführungen.
Welche Ausführung zu welchem Zweck passt
| Sie möchten … | Passende Ausführung |
|---|---|
| die Karte nur nachschlagen | Mattlaminierung, Leisten |
| Gebiete einzeichnen und ändern | beschreibbare Oberfläche |
| Standorte markieren und verschieben | magnethaftend oder pinnbar |
| täglich disponieren | magnethaftend und beschreibbar |
| repräsentativ aufhängen | Rahmen, Mattlaminierung |
| Platz sparen oder Karten wechseln | Rollmechanismus |
| die Karte mitnehmen | Faltkarte, laminiert – siehe Formate |
Ein Hinweis aus der Praxis
Denken Sie bei der Wahl der Oberfläche an den Sonnenstand. Karten, die über Jahre direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, verlieren an Farbkraft – zuerst bei den Gelb- und Rottönen, was bei Postleitzahlenkarten besonders auffällt, weil dort die Leitzahlen rot gesetzt sind. An Fensterplätzen empfiehlt sich deshalb entweder ein anderer Hängeort oder von vornherein die Bereitschaft, die Karte nach einigen Jahren zu ersetzen. Da ohnehin regelmäßig ein neuer Gebietsstand ansteht, fällt beides oft zusammen.